Pressespiegel zu „Music of Cages“

Die Besucher waren sehr erstaunt über diese „crazy“ Konzert, stellten aber alle gerührt fest, wie ernst- und  gewissenhaft die Jugendlichen mitgearbeitet haben. „Wir haben 70 Kinder von einer ganz anderen Seite erleben dürfen. Es war eindrücklich!“ Mehr als 300 Besuchern haben dieses Konzert besucht. Wir dürfen mega stolz sein darauf, was unsere Jugendlichen gezeigt haben und wie sie mit grosser Intensität mitgearbeitet haben.

Es waren dabei:

Lara Stanic, Musikerin, Performance- und Medienkünstlerin, geboren in Belgrad, ehemalig Jugoslawien, lebt und arbeitet in der Schweiz. Die Komponistin/Flötistin arbeitete mit Elektronik auf eine sehr spielerische Art und Weise.

Aleksander Gabrys, Kontrabassist und Komponist, ursprünglich aus Polen. Er hat sehr viel Energie und Elan versprüht mit seiner Performancegruppe.

Rea Kost aus Zürich. Sie ist Sängerin und pflegt die unterschiedlichsten Stile: von Oper über Chanson bis zu Popmusik. Wer seine Stimme noch nicht so gut kannte, durfte diese neu erleben.

Niklaus Kost aus Zürich. Er ist freischaffender Opern- und Konzertsänger und hat sehr geduldig und humorvoll seine Gesangsgruppe auf neue Wege geführt.

Michael Flury der Jazz-Posaunist aus Otelfingen, der mit Sophie Hunger und Stephan Eicher gespielt hat, experimentierte mit verschiedensten Rhythmus- und Blasinstrumenten.

Moritz Müllenbach,Cellist und Komponist aus Zürich. Der Musiker entwickelte mit seiner Gruppe und deren Saiteninstrumenten aussergewöhnliche Spielideen.

Simon Keller und Philipp Bartels (Ox&Öl) erarbeiteten mit ihrer Gruppe Pianostücke in verschiedensten Variationen. Highlight war das Stück «Evil Nigger» des verkannten amerikanischen Komponisten Julius Eastman (1940-1990) für 4 Pianos.

Den beiden Initianten Philip Bartels und Simone Keller sowie allen 77 Künstlerinnen und Künstler: Herzlichen Dank für das ausserordentliche Erlebnis mit John Cage in der Komturei Tobel.

Der klingende Knast

Hecken gemeinsam grosse Kunst aus: Das Künstler-Duo Philip Barrels und Simone Keller. Bekannt auch als Duo ox&öl. | © Sascha Erni

Ein irrwitziges Projekt: Mehr als 80 Schüler und 10 Künstler wollen gemeinsam ein grosses Werk des amerikanischen Komponisten John Cage einstudieren. Und so ein altes Gefängnis zum Klingen bringen. Wie das gehen soll, erklärt die Pianistin Simone Keller.

Als der amerikanische Komponist John Cage (1912-1992) 1976 sein Werk „Apartment House 1776“ schrieb, hatte er vor allem eine Idee: 200 Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeit wollte er so etwas wie eine Ode an die Vielfalt komponieren. Er konstruierte dabei ein imaginäres Mehrfamilienhaus, das von einer Vielzahl musizierender Menschen bewohnt wird, die ganz verschiedene Musik spielen und singen, von Tanz- und Marschmusik bis zu sakralen Gesängen unterschiedlicher Religionen. Das gesamte Gebäude sollte klingen und die Zuhörer sollten ihre eigenen Komponisten werden, in dem sie sich frei durch das Haus bewegten und mal hier, mal dort einen Schnipsel Musik aufnahmen. In diesem Geiste wagt sich das Künstler-Kollektiv ox&öl an ein aussergewöhnliches Projekt, das am 15. und 16. März an verschiedenen Orten in der Komturei Tobel uraufgeführt wird. 10 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Disziplinen erarbeiten mit mehr als 80 Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule Müllheim gewissermassen eine moderne Vision von Cages Komposition. Eine Woche lang dauern die Proben dafür, am Ende soll in dem Werks auch viel Platz für eigene Improvisationen und Kompositionen der Schüler bleiben. „Die Schüler sind das Projekt, John Cage ist die Inspiration“, fasst die aus Weinfelden stammende Pianistin Simone Keller den Rahmen von „Music of Cages“, so der offizielle Titel des Vorhabens, zusammen.

Music of Cages

Öffentlich begehbare Klanginstallation
mit Musik von John Cage (1912-1992), im ehemaligen Gefängnis Komturei Tobel, 14 tunes, 4 marches, 44 harmonies, 2 imitations. Rund 60 Sekundarschülerinnen und Schüler, 8 Musikerinnen und Musiker.

Aufführungen
FR 15.03. 18.00 – 21.00
SA 16.03. 16.00 – 19.00

Bar/Kiosk
Die Bar öffnet jeweils 30 Minuten vor Öffnung der Installation.

Eintritt / Dauer
Der Eintritt ist frei – Kollekte. Die Installation kann jederzeit betreten und wieder verlassen werden. Je nach Andrang wird der Einlass gestaffelt durchgeführt. Ein Rundgang dauert ca. 30 – 60 Minuten. Beachten Sie, dass wir ein cooles Pflaster sind. Die Räumlichkeiten sind teils unbeheizt.

Parkplätze
Es stehen die Parkplätze bei der Komturei und bei der Katholischen Kirche Tobel (Kirchstrasse) zur Verfügung. Von der Kirche führt ein Fussweg zur Komturei.

Eine Produktion von Ox+Öl
Simone Keller und Philip Bartels, das Künstler-Kollektiv ox&öl, wird mit einem Team von acht weiteren professionellen Musikerinnen und Musikern eine Woche lang intensiv ein grosses Stück von John Cage, zusammen mit 70 Schülerinnen und Schüler des Sekundarschulhauses Müllheim erarbeiten, in dem eigene Improvisationen und Kompositionen der Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Platz einnehmen werden.

Eine „historische“ Sitzung

Am 10. Dezember 2018 versammelten sich die gewählten Coachgruppenvertreter zur Gründungsversammlung des ersten Schülerrates der Sek Müllheim. Lehrer Daniel Vogelgsang, der Begleiter des Schülerrates, eröffnete die Sitzung und übergab das Wort unserem Schulpräsidenten Rolf Seltmann, der die Parlamentarier und Parlamentarierinnen recht herzlich begrüsste. Er freue sich, dass dieser Schritt für eine  verstärkte Schülerpartizipation endlich umgesetzt werde, sagte er und versprach dem Schülerrat gegenüber offen zu sein für die Anliegen der Schülerschaft. Den Schluss verband er mit der Hoffnung auf eine gute und kooperative Zusammenarbeit. 

Bei den anschliessenden Wahlen wurden Lea Silberer und Rebecca Lämmle für das Co-Präsidium gewählt. Sie werden nun die Sitzungen vorbereiten und leiten und die Themen der Schülerschaft gegenüber er Schulleitung und der Behörde  vertreten.

Grundlagenpapier Schülerrat Müllheim