Die Aktionstage der LL Rot standen ganz im Zeichen der Sinne. Am Mittwochmorgen erlebten die Schülerinnen und Schüler ihre verschiedenen Sinne auf unterschiedlichste Art und Weise. Beim Workshop Tasten ging es einerseits um den Aufbau der Haut und andererseits ums aktive Ertasten verschiedener Gegenstände. Auch die Blindenschrift wurde ausprobiert und mittels einem Tastmemory konnten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig beweisen, wie gut ihr Tastsinn tatsächlich ist.
Im Workshop Riechen und Schmecken konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Geschmacks- und Geruchssinn auf die Probe stellen. Begonnen hat der Workshop mit dem Riechen. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler an drei Posten jeweils undurchsichtige Behälter beschnuppern, um die Inhalte zu erkennen. Darunter waren sehr bekannte Gerüche wie Zimt, Tannenzweige oder auch Putzmittel vorhanden, aber auch sehr unangenehme Gerüche wie bspw. frischer Knoblauch oder gehackte Zwiebeln. Im Anschluss ans Riechen wurden die fünf Geschmacksrichtungen süss, salzig, sauer, bitter und umami thematisiert. So mussten die Schülerinnen und Schüler mit Wattestäbchen jeweils eine Probe auf die Zunge geben, um herauszufinden, wo unsere Geschmacksknospen anschlagen. Unter den Zutaten waren Zucker, Salz, Zitronensaft, Holunderblütentröpfchen und Shrimps. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht über alle Geschmäcker gleich erfreut, wie man sich vorstellen kann.
Der Workshop „Hör doch mal!“ befasste sich interaktiv mit dem Thema Hören und der Bedeutung des Hörsinns im Alltag. In drei verschiedenen Stationen erkundeten die Lernenden Aspekte des räumlichen Hörens, die Eigenschaften von Schallwellen und die Funktionsweise des menschlichen Gehörs.
Station 1: Richtungshören
Hier ging es darum, wie gut Menschen Geräusche räumlich zuordnen können. Einem Lernende wurden die Augen verbunden, und er sollte erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kam. In der Gruppe wurde darüber diskutiert, wie und warum räumliches Hören zum Beispiel im Sport wichtig ist.
Station 2: Schall sichtbar machen
Mit einer experimentellen Methode wurde gezeigt, wie Schallwellen wirken. Es wurde veranschaulicht, wie Salz auf gespannter Frischhaltefolie auf verschiedene Töne und Lautstärken eines Lautsprechers reagiert, wodurch die Lernenden visuell nachvollziehen konnten, wie sich Schall ausbreitet.
Station 3: Ohrformen und Klangwahrnehmung
Hier ging es um die Wirkung von Ohrformen auf das Hören. Mithilfe von Papiertrichtern simulierten die Teilnehmenden unterschiedliche Ohrformen und reflektierten, wie grosse Ohren den Klang beeinflussen. Dabei wurde auch experimentell erforscht, wie sich die Wahrnehmung durch Ohrstöpsel veränderte.
Am Ende gab es eine kurze Einführung in den Aufbau des menschlichen Gehörs. Der Workshop bot eine anschauliche und praxisnahe Erfahrung, um das Verständnis für den Hörsinn und seine Funktionen zu vertiefen.
Am Donnerstag machten wir einen Ausflug ins Technorama. Um 8.15 Uhr trafen wir uns am Eingang der Turnhalle Müllheim und begaben uns nach der Gruppeneinteilung zu Fuss zum Bahnhof Müllheim. Von dort ging es mit dem Zug nach Oberwinterthur. Eine Gruppe durfte den Workshop «Leuchteffekte in Natur und Haushalt-Fluoreszenz» besuchen. Dabei war die Frage: Wie bringt man fluoreszierende Gegenstände zum Leuchten? Wir durften in Kleingruppen im Labor fluoreszierende Farbstoffe aus Alltagsgegenstände, wie z.B. Puddingmischungen oder Waschpulvern als optische Aufheller, extrahieren.
Zwei andere Gruppen besuchte den Workshop «Wo bin ich? Bioelektrische Orientierung». In einem Labor durften wir uns mit der Funktionsweise der aktiven elektrischen Orientierung von 2 elektrischen Fischarten und anderseits mit den Prinzipien von elektromagnetischen Ladungen, Strömungen und Feldern auseinandersetzen. Zudem war Thema, wie wir Menschen elektrische Impulse erzeugen und wahrnehmen können. In der Zwischenzeit hatten die Gruppen jeweils Aufträge in der Ausstellung des Technoramas. Sie begaben sich an diverse Stationen um zu experimentieren. Um 15.30Uhr kehrten wir nach einem «sinnvollen» , spannenden und lehrreichen Tag nach Hause zurück.





