Lernfeld Sinnvoll – LL Blau

In den beiden Wochen nach den Pfingstferien fand das Lernfeld „Sinnvoll“ in der 1. Sekundarklasse statt. Die Schülerinnen und Schüler haben kleine Berichte geschrieben und wir Lehrpersonen das Ganze mit Bildern garniert. Viel Vergnügen!

Workshops zu den fünf menschlichen Sinnen

Während unserem zweiwöchigen Lernfeld zum Thema «Sinnvoll» ging es vor allem in der ersten Woche um die 5 Sinne des Menschen (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten). Wir beschäftigten uns mit dem Aufbau unserer Sinnesorgane und ihrer Funktion. Dabei durften wir auch an diversen Experimenten teilhaben und unsere Sinne auf spielerische Art und Weise kennenlernen ,wie zum Beispiel das Experiment beim Workshop Riechen mit einem Duft Memory. Das Ganze war sehr stark an das Fach Natur und Technik (NT) angelehnt. Nebenbei mussten wir alle Informationen verarbeiten, in dem wir alles auf einem farbenfrohen Plakat zur Geltung brachten (Concept Map). Täglich hatten wir ca. 1-2 Lektionen Zeit, um an diesem Projekt zu arbeiten. Am Ende entstanden wunderbare Kunstwerke, die alle wichtigen Informationen beinhalten. Für jedes Sinnesorgan gab es ein Feld auf der Concept Map.

(Emily und Kiyora)

Begegnungstag

Begegnung mit den Blinden 

Am Dienstag kamen viele verschiedene Personen in die Schule, die uns etwas über ihre Beeinträchtigung erzählten. Bei dem blinden Ehepaar hat man viel über die Blindenschrift gelernt. Wir haben erfahren, dass es sogar Schreibmaschinen für Blindenschrift gibt. Als sie uns von ihrem Alltag erzählt haben, hat man realisiert wie schlimm das eigentlich ist. Man kann z.B. nicht einmal mehr selber alle Wäsche machen. Sie haben uns auch die Ausbildung eines Blindenhundes erklärt.

(Marco und Malik)

Spürhunde

Spürhunde sind Hunde die eine spezifische Person suchen, die vermisst wird. Redog hilft somit, die Person zu suchen. Sie trainieren jede Woche zwei Mal. Es gibt Tage, da gehen sie etwa 1,5 km. Mehr können sie auch nicht, sonst würde der Hund nicht mehr mögen und zusammenklappen. Wenn man die Suchhunde zur Hilfe ruft, kostet das einem nichts. Die Personen, welche die Hunde führen, müssen auch Karten lesen können. Es gibt immer ein Team, dieses besteht aus Hund, Hundeführer und einem der die ganze Ausrüstung mitträgt. Dann gibt’s noch ein Team, das mit Dornen oder Wärmekameras arbeitet.

(Justin)

Gebärdensprache

Es kam eine Frau die gehörlos war. Sie war stumm und es wäre ohne Dolmetscher nicht möglich gewesen mit ihr zu kommunizieren. Wir haben das Gebärdenalphabet gelernt und die meisten können wahrscheinlich jetzt noch in Gebärdensprache «Hallo» sagen. Die Regeln sind deutlich sprechen damit sie Lippen lesen kann.

Man soll auch winken oder sich bemerkbar machen, wenn man mit ihr kommunizieren will. Es war sehr ungewohnt mit so einem Menschen zu reden da sie selber nicht so gut sprechen kann und man nur teilweise Sachen verstanden hat.

(Giulia und Jayden)

Hörbeeinträchtigung

Zu Besuch war Frau Kneip. Sie hat uns was über ihren Tinnitus erzählt. Wir mussten in einem Kreis sitzen und haben ein Spiel gespielt. Herr Baumann/ Herr Vogelgsang haben einen Satz gelesen und ihn dann am Nächsten geflüstert. Und immer so weiter. Und der Letzte musste denn Satz dann laut vorsagen. Der Satz war fast gleich wie am Anfang. Danach haben wir einen Film geschaut. In diesem Film hatte es zwei Menschen mit einem Tinnitus und sie haben gezeigt wie sie mit dem Tinnitus umgehen. Ein Mann namens Van Gogh hat sich wegen dem Rauschen im Ohr sein rechtes Ohr abgeschnitten. Und ein Mädchen hat auch Tinnitus, sie hat sich das Ohr aber nicht abgeschnitten, trotzdem hatte sie immer Geräusche im Ohr. Frau Kneip hat uns dann ihren Tinnitus vorgestellt. Wir durften Hörgeräte ausprobieren. So ein Hörgerät kostet etwa 4’000 CHF. Es gibt aber auch teure die von 2’000-7’500 CHF kosten. Man hört das Rauschen, Piepsen, Klicken 24/7 auch in der Nacht. Wegen dem Tinnitus kann man auch viele Hobbys nicht mehr machen, was ich ziemlich schade finde. Ich und Alina fanden es spannend zu zuhören. 

(Ayleen und Alina)

Praktische Arbeiten

Akustisches Konzert 

Es gab eine Gruppe die ein Konzert mit Gegenständen aus dem Alltag gemacht hat. Zum Beispiel mit Ballons oder Bohrmaschinen. Wir hatten etwa 2.5 Stunden Zeit um uns etwas einzuüben. Es gab zwei Schlagzeuggruppen, eine Gruppe mit einem Ballon und eine Gruppe mit Bohrmaschinen. Am Schluss haben wir alles zusammengetan und abwechslungsweise gespielt. Dann haben wir bis um 11.15 Uhr zusammen geprobt. Um 11.15 Uhr kamen die anderen und wir spielten das Konzert vor. Das Konzert ging etwa 5 Minuten.

(Egmont)

Barfussweg 

Wir haben uns am Morgen getroffen in einem Zimmer und haben besprochen, welche Gegenstände wir für den Barfussweg benutzen sollen und wo wir sie finden. Dann sind wir zu einem Entschluss gekommen, dass wir in den Wald gehen, also sind wir mit dem Velo dahingefahren. Als wir ankamen, haben wir uns alle auf die Suche gemacht Kieselsteine, Tannenzapfen, Sand, Gras, … wir sind alle ziemlich schnell fündig geworden, darum haben wir nachher ein Feuer gemacht. Es ging eine Weile bis wir das Feuer hatten, weil es ziemlich nass war. Aber wir haben es geschafft. Über dem Feuer haben wir nachher Marshmallows gehalten. In der Schule angekommen, haben wir alle Kistchen mit den Gegenständen gefüllt und sie ausprobiert, danach haben wir unsere Mitschüler darüber geführt. 

(Mascha)

Kochen à la Blinde Kuh

Wir haben einen Hauptgang mit Dessert gekocht. Der Hauptgang waren Nudeln mit einer Sauce die aus fünf Zutaten bestand. Zum Dessert gab es dann Apfeltaschen, die wie Croissants aussahen. Unsere Mitschüler wussten nicht, was es zum Essen gibt und mussten dann alles mit verschlossenen Augen essen. Dass sie auch sicher nichts sahen, haben sie an ihrem Platz eine Augenbinde gehabt, die sie anziehen mussten bevor wir das Essen brachten. Für uns, die noch etwas sahen, war es lustig die anderen zu beobachten wie sie zurechtkamen.

(Naomi)

Kurzexperimente

Wir haben am Mittwochmorgen ein paar kleine Kurzexperimente durchgeführt, die zu verschiedene Themen passten wie beispielsweise der Schall. Zum Thema Schall hatten wir 2-3 kleine Experimente. Eine von denen war zum Beispiel eine Kartonröhre mit einem Deckel aus dünnem Papier, das kleine Sandkörnchen draufhatte. Wir schlugen mit einem Schläger auf ein Tamburin, dass dann Schallwellen verbreitete und somit die kleinen Körnchen zum Springen brachte. Wir machten auch noch Lichtexperimente eins von ihnen war eine Chips Dose, die wir ca. in der Mitte auseinander schnitten. Wir machten ein kleines Loch in den Boden, auf der anderen Seite die noch offen war, klebten wir ein Stück Backpapier auf. Wir klebten die Teile wieder aneinander und schauten hindurch, wir sahen alles auf dem Kopf gestellt und ein wenig kleiner. Dazu machten wir auch noch ein Experiment was in einem anderem Raum stattfand, wir dichteten alle Fenster mit Alupapier ab und machten nur ein kleines Loch (das vielleicht 1-3 Millimeter dick war). Wir stellten eine weisse Leinwand vor das Loch und sahen das gleiche wie durch die Röhre die wir selbst machten, alles war auf dem Kopf.

(Goya)

Technorama

Zum Abschluss des Lernfeldes ging es mit dem ÖV nach Winterthur ins Technorama. Zu Beginn erwarteten uns verschiedene Workshops zu den Themen: Auge sezieren, Programmieren eines Orchesters und Fluoreszenz/Alginat. Nach der Mittagspause konnten wir das spannende und vielfältige Angebot im Technorama auf eigene Faust erkunden. Der perfekte Abschluss indoor bei Dauerregen vor den Fenstern…

Projekt und Unternehmung: Der Abschluss der LL Red

Im letzten halben Jahr haben sich 50 Lernende der 3. Sekundarschule mit ihrer persönlichen Projektarbeit beschäftigt. Sie wurden von einer Begleitperson während der Arbeitsphase betreut.
Am 03. und 04. Mai 2024 war es dann endlich soweit und die Endprodukte wurden auf schön dekorierten Tischen den Mitschülern und der Öffentlichkeit präsentiert. Die ausgeführten Arbeitsschritte der Projekte sind in einer umfangreichen Dokumentation festgehalten worden. Dies gab den Besuchern die Möglichkeit, den Ablauf der Arbeiten nachzulesen und den Jugendlichen Fragen zu ihren Arbeiten zu stellen.
Vor einer externen Jury durften die Jugendlichen mit grossem Stolz ihre Arbeiten präsentieren.
Aus der Bewertung des Endproduktes, der Dokumentation und der Präsentation wurden am Montagmorgen die besten Arbeiten prämiert.

SoWo 2 Unterland

Curling/Schwingen 

Unsere SoWo Unterland startete für die meisten SchülerInnen in Weinfelden in der Schwinger-bzw. Curlinghalle. Bei den Schwingern haben wir uns aufgewärmt und Sitzball im Sägemehl gespielt. Dann haben uns die Profis ein paar Tricks gezeigt und wir haben diese gegen einen Gegner ausprobiert. Anschliessend durften wir frei gegeneinander kämpfen. Am Schluss haben wir getestet, wer am stärksten beim «Hosenziehen» ist.  

Die Mittagspause verbrachten wir bei schönstem Wetter im Wald, wo auch ein kleines Feuer entfacht wurde. 

Als wir dann in der Curlinghalle ankamen, haben sich zuerst die Profis vorgestellt und sie haben uns die Regeln erklärt. Danach haben wir das ausprobiert. Die einen hatten es von Anfang an gut im Griff, andere eher weniger. Nachdem Ausprobieren haben sie erklärt, wann es Punkte gibt. Dann haben wir geübt wie man wischt und den Stein gerade schiebt, bis wir letztendlich ein richtiges Curlingspiel gegeneinander spielen konnten.  

Es war ein erfolgreicher Tag, an welchem die meisten SchülerInnen das erste Mal Curling gespielt haben oder das Schwingen ausprobiert haben. 

Sport in der Halle 

Am nächsten Tag warteten unterschiedliche Sportaktivitäten auf uns. Beim ersten Posten haben wir verschiedene Kraft- und Dehnübungen gemacht. Beim Posten 2 wurde Matterhornball gespielt. Und beim letzten Posten kam eine professionelle Tänzerin, die uns ein paar verschiedene Dancemoves gezeigt hat. Am Nachmittag konnten wir bei einem grossen Volleyballturnier unser Können zeigen. 

Workshops 

Den Mittwoch-bzw. Donnerstagmorgen verbringen die SchülerInnen in von ihnen gewählten Workshops. So wird Osterdeko aus Beton erstellt, entspannt Puzzles gelöst oder in der Turnhalle Minigolf gespielt. Andere beschäftigen sich mit Siebdruck, Geocaching, Spielen, Völkerball oder unterschiedlichen Bastelarbeiten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. 

Die Siedler von Müllheim 

Am Donnerstagnachmittag spielten wir «Siedler von Müllheim», bei welchem die Gruppen gegeneinander antraten. Das Ziel bestand darin, durch verschiedene Challenges Rohstoffe zu beschaffen, geschickt mit diesen zu handeln und schlussendlich auf dem XXL Spielfeld Strassen, Siedlungen und Städte zu bauen.  

Säntispark 

Abgeschlossen haben wir die Woche im Säntispark, wo wir uns im Wellenbad und auf den unterschiedlichen Rutschbahnen vergnügt haben. 

Begabungs- und Begabtenförderung an der Sek Müllheim 

Im Schuljahr 23/24 startete die Sek Müllheim mit einem neuen Projekt im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung. Ein neues Konzept «Level up» mit 12 verschiedenen Wettbewerben (Challenges) verteilt durchs ganze Jahr wird zum ersten Mal durchgeführt. Die Challenges sind aus ganz verschiedenen Bereichen wie Logik, Sport, Kunst, Mathematik, Sprache, Handwerk, Gedächtnis und Handwerk. Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Aushänge in der LL informiert und dürfen sich anmelden. Die Schülerinnen und Schüler dürfen in Absprache mit den Lehrpersonen in der LL oder natürlich in ihrer Freizeit trainieren/üben/gestalten. Die Besten der Challenges können sich einen Preis aus der Schatzkiste auswählen.  

Gestartet sind wir sportlich mit der «Bring Sally Up» (Liegestütze-Challenge). Mit mehr als 30 Schülerinnen und Schüler verbrachten wir die Pause in der Turnhalle und die Schülerinnen und Schüler machten Liegestütze zur Musik. Im Bereich Kunst haben 10 Schülerinnen und Schüler Bilder zur Kunstart «Zentangle» gestaltet, welche in der Schule ausgehängt wurden. Zum Wörterwürfeln haben sich 12 Schülerinnen und Schüler getroffen und während einer Minute versucht, möglichst viele Wörter zu bilden. Am 6. Dezember trafen sich 14 Jugendliche in der Schulküche und zeigten ihre Cupcake Backkünste. Die Jury, bestehend aus den Bäckerinnen und Bäckern sowie ausgewählten Mitarbeitenden der Schule, erfreute sich sehr an den Leckereien. Durch den Vorweihnachtsstress kam der Musikwettbewerb «rhythmchallenge» leider ein wenig zu kurz. Wir werden diese im zweiten Semester nochmals durchführen.  

Wir freuen uns aufs neue Jahr und die neuen Challenges.  

Die SHPs der Sek Müllheim